Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**

  • Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
  • Nördlicher Weg - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Nördlicher Weg
  • Gebäude 1 - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Gebäude 1
  • Gebäude 2 - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Gebäude 2
  • Gebäude 3 (Schulungsgebäude) - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Gebäude 3 (Schulungsgebäude)
  • Innenansicht - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Innenansicht
  • Innenansicht - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Innenansicht
  • Gebäude 4 - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Gebäude 4
  • Innenansicht - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Innenansicht
  • Innenansicht - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Innenansicht
  • Gebäude 5 - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Gebäude 5
  • Gebäude 6 - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Gebäude 6
  • Gebäude 7 - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Gebäude 7
  • Südlicher Weg - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Südlicher Weg
  • Straßenzufahrt aus Nord-Ost - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Straßenzufahrt aus Nord-Ost
  • Lageskizze - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Lageskizze
  • Lageskizze mit Luftbildunterlegung - Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
    Lageskizze mit Luftbildunterlegung
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Auktions-ID 348-0017

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Objekt-Daten

  • Standort
    Deutsche Internet Immobilien Auktionen
  • Titel Sieben militärische Baudenkmale auf dem Flugplatz Köthen **Entwicklungsobjekte auf über 40.000 m²**
  • Immobilienart Sonstige
  • Adresse
    Zeppelinstraße / Am Flugplatz
    06366 Köthen (Anhalt)
  • Bundesland Sachsen-Anhalt
  • Land Deutschland
  • Grundstücksgröße 40.629 m², lt. Grundbuchangaben.
  • Grundbuch
    Amtsgericht Köthen von Köthen, Blatt 4507, Flur 23, Flurstücke 27/13, 27/14, 19/14 und 19/15
  • Belastungen im Grundbuch
    Abt. II: Keine Eintragungen.

    Abt. III: Keine Eintragungen.
  • Gesamtfläche ca. 13.167 m²², beträgt die Nettoraumfläche (NRF) insgesamt (inkl. Kellerfläche) laut Bestandsaufnahme durch ein Ing.-Büro und gemäß Angabe des Veräußerers.
  • Nutzungsart Leerstehend
  • Aussage Bauamt
    Siehe Zusammenfassung.
  • Makrolage
    Die Stadt Köthen (Anhalt) im sachsen-anhaltinischen Landkreis Anhalt-Bitterfeld überzeugt durch ihre zentrale Lage und gute Verkehrsanbindung u. a. an die Metropolregion Halle (Saale) / Leipzig.

    Die Stadt ist jeweils in ca. 30 Fahrminuten (24 km) von der A 9 (Berlin-Leipzig-München) über die Anschlussstelle „Bitterfeld-Wolfen“ und die B 183 sowie von der A 14 (Leipzig-Halle(Saale)-Magdeburg) über das Autobahndreieck „Bernburg (Saale)“ und die B 185 / B6n (15 km) zu erreichen.

    Sowohl von der B 183 als auch von der B 185 biegt die südliche Ortsumgehung der Stadt (B 6n) ab. Folgt man der B 6n bis zur Abfahrt „Landratsamt“, ist von dort aus das Verkaufsgrundstück in ca. 400 m in südlicher Richtung zu erreichen. Der (Fracht-)Flughafen Halle-Leipzig ist ca. 50 Fahrminuten bzw. 45 km entfernt.

    Köthen (Anhalt) ist über seinen Bahnhof (Eisenbahnknotenpunkt) an das Netz der Deutschen Bahn sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr gut angebunden. So verläuft die IC-Linie „Dresden - Leipzig - Magdeburg - Hannover - Dortmund - Wuppertal - Köln“ (bzw. „Hannover - Bremen - Oldenburg - Emden“) über den Bahnhof Köthen. Hier besteht in beiden Richtungen stündlich eine IC-Verbindung.

    Die Stadt ist unternehmerisch geprägt und beispielsweise eng mit den Wirtschaftsbereichen IT, Agrargeschäft, Maschinenbau und Logistik verbunden. Hervorzuheben ist die ‚Hochschule Anhalt‘ (FH) mit Sitz in Köthen (Anhalt) und zwei weiteren Standorten in Dessau-Roßlau und Bernburg (Saale). Auf dem Köthener Campus
    studieren und forschen rd. 3.500 Studierende in drei Fachbereichen: Informatik / Sprachen; Elektrotechnik / Maschinenbau / Wirtschaftsingenieurwesen sowie Angewandte Biowissenschaften / Prozesstechnik.

    Im Übrigen verfügt Köthen (Anhalt) mit ca. 27.000 Einwohnern über alle sozialen und kulturellen Einrichtungen einer Stadt dieser Größenordnung.
  • Mikrolage
    Das Grundstück liegt etwa 3 km südlich der Stadt im nördlichen Bereich des ehemalig militärisch genutzten Flugplatzes Köthen. Der Flugplatz bestand aus einem nördlichen ‚Garnisonsteil‘ mit Unterkunfts- und Technikbereichen - hier befindet sich das Verkaufsgrundstück - und einem südlichen ‚Flugplatzbereich‘ mit Vorstartlinie, Start- und Landebahn.

    Unweit des Verkaufsgegenstandes befindet sich die örtliche Zulassungsbehörde.

    Das Grundstück verfügt über keine befahrbare, rechtlich gesicherte Zufahrt zu einer befahrbaren öffentlichen Verkehrsfläche. Dennoch gibt es mehrere Möglichkeiten, um mit Verkehrsmitteln (Kraftfahrzeugen) vom Norden her über öffentliche und private Straßen auf das Grundstück zu gelangen:

    a) Der einfachste und schnellste Weg führt - von der Umgehungsstraße B 6n kommend - über die Ausfahrt „Landratsamt“ in südliche Richtung. Folgt man der Ausschilderung „Landratsamt“ gelangt man über einen Kreisverkehr auf die dem öffentlichen Verkehr gewidmete „Zeppelinstraße“. Die „Zeppelinstraße“, soweit sie dem öffentlichen Verkehr gewidmet ist, durchquert den gesamten ehem. „Garnisonsteil“ des Flugplatzes in Ost-West-Richtung. Sie führt an der Landkreisverwaltung vorbei und mündet im Westen in die (öffentliche) „Edderitzer Straße“. Befährt man diese in Richtung Norden, muss man die B 6n unterqueren und gelangt dann in das Stadtgebiet von Köthen (Anhalt): Ca. 100 m nach Verlassen des Kreisverkehrs und in Sichtweite der Landkreisverwaltung gabelt sich die „Zeppelinstraße“ in Richtung Westen und Süden. Um auf das bundeseigene Grundstück zu gelangen, muss man der „Zeppelinstraße“ von der Straßengabelung aus ca. 400 m in Richtung Süden folgen, wo sie unmittelbar auf den östlichen Teil des bundeseigenen Grundstücks trifft. Der Straßenabschnitt von der Straßengabelung - entlang der östlich angrenzenden 8 Wohngrundstücken („Zeppelinstraße 1 bis 8“) - bis zum bundeseigenen Grundstück ist nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Die zum Straßenkörper gehörenden Flurstücke sind Eigentum des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Zu dem Verkaufsgrundstück bzw. zu den Unterkunftsgebäuden selbst ist die Zufahrt an seiner östlichen und westlichen Seite mit Betonbohlen gegen unbefugtes Befahren mit Kraftfahrzeugen versperrt. Der Landkreis hat der BImA signalisiert, dass er Dritten auf Antrag eine Zufahrt auf das bundeseigene Grundstück über seinen nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Abschnitt der „Zeppelinstraße“ gewähren könne.

    b) Des Weiteren kann man vom Stadtgebiet auch die Straße „Am Wasserturm“ in südlicher Richtung befahren. Diese führt über eine Straßenbrücke über die Umgehungsstraße B 6n und mündet direkt in den oben geschilderten Kreisverkehr. Von dort aus gelangt man - wie oben beschrieben - auf den östlichen Grundstücksteil.

    c) Will man zum westlichen Teil des Verkaufsgrundstücks gelangen, kann man die „Zeppelinstraße“ ab dem Kreisverkehr in westliche Richtung weiter geradeaus fahren bis zu der Stelle, an der sich die „Zeppelinstraße“ in nordwestlicher und südöstlicher Richtung gabelt. Der nordwestliche, dem öffentlichen Verkehr gewidmete Straßenabschnitt mündet in die (öffentliche) „Edderitzer Straße“. Diese führt - wie oben beschrieben - in Richtung Norden unter der B 6n hindurch in die Stadt Köthen (Anhalt). Folgt man der „Zeppelinstraße“ ab ihrer Gabelung in südöstlicher Richtung erreicht man nach ca. 400 m den westlichen Teil des Verkaufsgrundstücks, der unmittelbar an die „Zeppelinstraße“ grenzt. Dieser Straßenabschnitt ist nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Die zum Straßenkörper gehörenden Flurstücke sind Eigentum eines Privatunternehmens. Dieses hat an der Straßengabelung eine Schranke errichtet, um den Zu- und Abgangsverkehr zu seinem Betriebsgelände zu steuern, das südlich vom Verkaufsgrundstück belegen ist.
  • Sanierungsgebiet
    Nein
  • Denkmalschutz
    Ja
  • Denkmalschutz Bemerkung
    Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt teilt dem Veräußerer im Schreiben vom 27.11.2019 u.a. mit, dass der Verkaufsgegenstand zum Kulturdenkmal ´Fliegerhorst´ gehört und in das Denkmalverzeichnis eingetragen ist.
  • Keller
    Voll unterkellert.
  • Fenster
    Überwiegend zerstört und zum Teil mit Holzplatten gesichert.
  • Dach / Dachrinnen / Schornstein
    Steile Satteldächer (abgängig).
  • Erschließung
    Siehe Zusammenfassung.
  • Sonstiges
    Überflugvideo: https://vimeo.com/415078687

    Der ursprünglich ca. 2,6 Quadratkilometer große Flugplatz wurde 1937 von der Deutschen Wehrmacht fertiggestellt und von ihr bis 1945 militärisch genutzt. Ab 1947 übernahm die Sowjetarmee den Flugplatz und erweiterte ihn teilweise in den 1970er Jahren.
  • Internetadresse Gemeinde
    www.koethen-anhalt.de
  • Behörde Stadt Köthen (Anhalt), Marktstraße 1-3, 06366 Köthen (Anhalt), Tel.: +49 3496 425-0
  • Besichtigungsverm. Außendienst kein
  • Besichtigung für Kunden
    Da die Gebäude auf dem Verkaufsgrundstück seitens der Baufachverwaltung als Gefahrenstelle eingestuft wurden und eine Baustatik als notwendig erachtet wird, kann eine Innenbesichtigung nicht angeboten werden. Da das Grundstück regelmäßig durch einen Wachdienst kontrolliert wird, ist für eine Außenbesichtigung eine vorherige Terminabsprache notwendig.

    Bitte nehmen Sie für einen Besichtigungstermin Kontakt mit uns auf. Das Auktionshaus weist darauf hin, dass jedes Begehen und Befahren des Objektes auf eigene Gefahr erfolgt und nur mit Zustimmung des Eigentümers erlaubt ist. Die Mitteilung von Angaben durch das Auktionshaus beinhaltet weder eine Zustimmung zum Betreten und Befahren des Objektes noch eine Aussage, dass das Betreten und Befahren des Objektes sicher möglich sind. Die Verkehrssicherungspflicht für das Objekt liegt beim Eigentümer. Das Auktionshaus haftet nicht für etwaige Schäden, die entstehen, wenn Sie das Objekt betreten oder befahren.
  • Energieausweis
    Entfällt gemäß § 79 Abs. 4 Satz 2 GEG.
  • Vertragsbestandteile
    Die Grundstücksgrenzen sind nur durch eine Grenzfeststellung bestimmbar. Eine Kostenbeteiligung des Veräußerers ist ausgeschlossen.

    Die Veräußerung erfolgt ausweislich des Grundbuches frei von Lasten in Abteilung II und III. Hiervon unberührt bleibt die Übernahme weiterer, etwa vorhandener, aus dem Grundbuch nicht ersichtlicher Lasten und Beschränkungen, insbesondere öffentlich-rechtlicher Lasten einschließlich etwaiger Baulasten sowie nicht im Grundbuch einzutragender Rechte an dem Grundstück ohne Anrechnung auf den Kaufpreis.

    Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat die in ihrem Eigentum befindlichen Objekte nicht versichert. Der Ersteher wird darauf hingewiesen, dass er für ausreichenden Versicherungsschutz ab dem Tage der wirtschaftlichen Übergabe von Lasten und Nutzen zu sorgen hat. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Verantwortung für dieses Grundstück selbstverständlich bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

    Der Kaufvertrag wird unter der aufschiebenden Bedingung der Genehmigung durch den Veräußerer geschlossen. Der Kaufvertrag wird erst mit Erteilung der Zustimmung, die innerhalb von sechs Wochen nach Zuschlagserteilung zu erklären ist, endgültig wirksam. Die Zustimmung bzw. Verweigerung wird durch eine schriftliche Erklärung des Veräußerers gegenüber dem den Kaufvertrag beurkundenden Notar nachgewiesen. Der Notar wird darüber eine Feststellungsurkunde errichten. Sollte der Veräußerer den Kaufvertrag - gleich aus welchen Gründen - nicht genehmigen, trägt der Veräußerer alle Kosten, Gebühren und Auslagen. Der Ersteher zahlt den Kaufpreis spätestens vier Wochen nach Erteilung der Genehmigung durch den Veräußerer auf ein Anderkonto des beurkundenden Notars.

    Der Verkauf erfolgt - so wie das Objekt steht und liegt - unter Vereinbarung des umfassenden Haftungsausschlusses gemäß Ziffer 5 und 6 der Versteigerungsbedingungen sowie ohne Räumungsverpflichtung des Veräußerers.
  • Zusammenfassung
    Zum Aufruf kommt eine nahezu rechteckige, in seiner Form leicht geschwungene Teilfläche der Konversionsliegenschaft ´Flugplatz Köthen´ mit einer Grundstücksgröße von 40.629 m², lt. Grundbuchangaben.

    Auf dem Grundstück befinden sich sieben 2-geschossige, unterkellerte, im Wesentlichen baugleiche Unterkunftsgebäude mit steilen Satteldächern. Die Baukörper sind parallel nebeneinander in Nord-Süd-Richtung angeordnet.

    Die Kellergeschosse haben eine lichte Raumhöhe von etwa 2,40 m und eignen sich nicht als (Aufenthalts-) Räume für den dauerhaften Aufenthalt von Menschen. Die Erd- und Obergeschosse weisen eine lichte Raumhöhe von etwa 3,20 m auf. Die Steildächer sind konstruktionsbedingt nicht nutzbar.

    Laut einer aktuellen Bestandsaufnahme der Gebäude, die ein ortsansässiges Ing.-Büro für den Veräußerer erstellt hat, verfügen diese über folgende Netto-Raumflächen (NRF) und Kubikmeter (m³) umbauten Raumes:

    Gebäude 1:

    Kellergeschoss: 612,65 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 640,81 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 645,00 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 1.898,46 m² NRF
    Umbauter Raum: 9.104 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 750 m² (52,61 m x 14,38 m)

    Gebäude 2:

    Kellergeschoss: 612,61 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 643,59 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 647,45 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 1.903,65 m² NRF
    Umbauter Raum: 9.104 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 750 m² (52,61 m x 14,38 m)

    Gebäude 3 (sog. ´Schulungsgebäude´):

    Kellergeschoss: 634,73 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 685,87 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 681,14 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 2.001,74 m² NRF
    Umbauter Raum: 8.856 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 750 m² (52,61 m x 14,38 m)

    Gebäude 4:

    Kellergeschoss: 588,68 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 545,86 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 656,62 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 1.791,16 m² NRF
    Umbauter Raum: 9.104 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 750 m² (52,61 m x 14,38 m)

    Gebäude 5:

    Kellergeschoss: 603,56 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 632,07 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 636,59 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 1.872,22 m² NRF
    Umbauter Raum: 9.104 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 750 m² (52,61 m x 14,38 m)

    Gebäude 6:

    Kellergeschoss: 514,03 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 642,12 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 644,53 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 1.800,68 m² NRF
    Umbauter Raum: 9.104 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 750 m² (52,61 m x 14,38 m)

    Gebäude 7:

    Kellergeschoss: 611,85 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 642,75 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 645,39 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 1.899,99 m² NRF
    Umbauter Raum: 9.104 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 750 m² (52,61 m x 14,38 m)

    Gebäude 1 bis 7 gesamt:

    Kellergeschoss: 4.178,11 m² NRF; 2,40 m lichte Raumhöhe
    Erdgeschoss: 4.433,07 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Obergeschoss: 4.556,72 m² NRF; 3,20 m lichte Raumhöhe
    Gesamt: 13.167,00 m² NRF
    Umbauter Raum: 63.480 m³
    Geb.-Grundfläche: ≈ 5.250 m²

    Aufgrund des langen Leerstandes befinden sich alle Gebäude im Zustand eines Rohbaus. Das heißt, die ursprünglichen Fenster und der gesamte Innenausbau sind nicht mehr vorhanden. Die Dächer aller Gebäude weisen an verschiedenen Stellen Aufbrüche der Ziegeleindeckung auf. Dies hat Nässeschäden in den Dach- und Obergeschossen verursacht.

    Das Gebäude 3 wurde nach 1947 von einer Mannschaftsunterkunft in ein Schulungsgebäude umgebaut. Infolge eines Brandes während der militärischen Nutzung bis 1991 wurde der Dachstuhl zerstört. Die Wiederherstellung erfolgte in einfacher Bauweise; anschließend wurde das Dach mit Wellasbestplatten eingedeckt. Anscheinend erfolgte die Instandsetzung unsachgemäß. Die oberen Teile der beiden Gebäudegiebel stehen ohne Widerlager frei und müssten zur Vermeidung weiterer Schäden zeitnah gesichert werden.

    Im Zuge einer Baubegehung durch das Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA) im Herbst 2019 stellte das BLSA generell fest, dass aufgrund des Bauzustandes der Gebäude eine Gefährdung nicht auszuschließen sei. Im Gebäudeinnern bestehe bei unbefugtem Aufenthalt von Personen die Gefährdung durch herabfallende Gegenstände. Eine weitere mögliche Gefährdung bestehe durch das Herabfallen loser Dachziegel und abgängiger Dachrinnen. Zur Klärung der Gefährdung sei ein Sachverständiger für Tragwerksplanung (Statiker) einzuschalten.

    Derzeit sind alle Gebäudeöffnungen im Keller- und Erdgeschoss mit Holzfaserplatten verschlossen.

    Unbeschadet der vorstehenden Ausführungen scheinen die Gebäude aufgrund ihrer soliden Bauweise und aufwendigen Dachstuhlkonstruktionen - vorbehaltlich der Ergebnisse genauere ing.-technischer Untersuchungen - nach einer erfolgten Instandsetzung noch für künftige Aufgaben nutzbar zu sein.

    Die Freifläche bzw. der Umgriff der baulichen Anlagen ist ca. 3.712 m² groß zzgl. einer Straßenfläche von etwa 3.631 m². Aufgrund der langjährigen Nichtnutzung des Geländes haben sich durch natürliche Sukzession Gehölzstrukturen ausgebildet.

    Der teilweise bestockte Verkaufsgegenstand verfügt über keine befahrbare, rechtlich gesicherte Zufahrt zu einer befahrbaren öffentlichen Verkehrsfläche i. S. d. § 4 I, 2. Alt. der ‚Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt‘ (BauO LSA).

    Im Flächennutzungsplan ist der Bereich, in dem das Grundstücke belegen ist, als „Grünfläche“ und als „Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft“ ausgewiesen. Es gib keinen Bebauungsplan. Das Grundstück liegt bauleitplanerisch im Außenbereich nach § 35 BauGB.

    Nach ergänzender schriftlicher Auskunft der Stadt Köthen (Anhalt) vom 20. Januar 2020 wäre die Ansiedlung von Gewerbe (GE) (§ 8 BauNVO) eine geeignete Nachnutzung für das Grundstück. Hierfür sei die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Schaffung von Baurecht nötig. Dies könne die verschiedenen, bereits vorhandenen gewerblichen Nutzungen im nördlichen Bereich des ehemaligen Flugplatzes „sinnvoll ergänzen“.

    Zurzeit befindet sich der Bebauungsplan Nr. 66 („Nördlicher Bereich des ehemaligen Militärflugplatzes“) mit einer Plangebietsgröße von ca. 42,01 ha in der Aufstellung. Das Plangebiet grenzt im Süden auch an das Verkaufsgrundstück. Die Grenze des räumlichen Geltungsbereiches des B-Planes Nr. 66 liegt u. a. auf den südlichen Grenzen der beiden bundeseigenen Flurstücke 19/14 und 27/13. Das heißt, die beiden Flurstücke liegen im Geltungsbereich des B-Planes Nr. 66. Über diese Flurstücke verliefen ursprünglich eine Erschließungsstraße bzw. ein Erschließungsweg des „Garnisonsteils“ des Flugplatzes. Sie sind auch heute noch Teil der Zuwegung zum Verkaufsgrundstück.

    Laut Begründung zur Aufstellung des B-Planes Nr. 66 soll dieser eine geordnete städtebauliche Entwicklung des nördlichen Teils des ehem. Flugplatzes gewährleisten. Dort befinden sich sehr unterschiedlich baulich genutzte und ungenutzte Flächen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander.

    Antragsteller für die Aufstellung des B-Planes Nr. 66 ist ein Unternehmen, das seit einigen Jahren im nordwestlichen Teil des Plangebietes aufgrund einer befristeten Genehmigung eine Bauschutt-Recyclinganlage betreibt. Für deren Bestand und Entwicklung sind auf Dauer die bauleitplanerischen Voraussetzungen zu schaffen.

    Der Verkaufsgegenstand liegt im Entsorgungsgebiet des ‚Abwasserverbandes Köthen‘. Laut der ‚Entwässerungssatzung‘ besteht für das Grundstück ein Anschluss- und Benutzungszwang an die zentrale öffentliche Schmutzwasserbeseitigungsanlage. Für die ursprünglich auf der Konversionsliegenschaft verlegten Kanalisations- und Regenwasserleitungen sind keine Bestandsunterlagen mehr vorhanden. Nach Beendigung
    der militärischen Nutzung hat der ‚Abwasserverband Köthen‘ diese Leitungen nicht übernommen. Der nächste zum Grundstück gelegene Revisionsschacht befindet sich nach Angaben des ‚Abwasserverbandes Köthen‘ in nördlicher Richtung in ca. 950 m Entfernung von der westlichen Grundstücksgrenze im Bereich der Straßenkreuzung „Am Wasserwerk“ / „Martinstraße“ / „Edderitzer Straße“. Kanäle, die neu an diesen Anschlusspunkt anbinden wollen, müssen nach Vorgaben des ‚Abwasserverbandes Köthen‘ hergestellt werden. Dieser hat dem Veräußerer erklärt, die Kanäle nicht übernehmen zu wollen. Stattdessen verbleiben sie im Eigentum und in der Unterhaltung des jeweiligen Eigentümers oder Betreibers. Der Ersteher wendet sich wegen weiterer Auskünfte unmittelbar an den ´Abwasserverband Köthen´.

    Für eine etwaige Neuverlegung von Abwasserleitungen in der ´Zeppelinstraße´ ist folgendes zu beachten: Der nördliche Teil der ´Zeppelinstraße´ von der Straßeneinmündung „Edderitzer Straße“ bis zur Straßengabelung ist dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Die zum Straßenkörper gehörenden Flurstücke sind Eigentum des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, der zugleich Straßenbaulastträger ist. Für die Erteilung einer Bauerlaubnis und der Einräumung eines Leitungsrechtes in diesem Straßenabschnitt ist das Bauordnungsamt SG Bauplanung des Landkreises Anhat-Bitterfeld zuständig.

    Der südliche Teil der „Zeppelinstraße“ von der Straßengabelung bis zur westlichen Grenze des Verkaufsgrundstücks ist nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Die zum Straßenkörper gehörenden Flurstücke sind Eigentum eines Privatunternehmens. Der Ersteher müsste mit diesem über die Einräumung eines Leitungsrechtes verhandeln. Nach Angaben des Unternehmens gegenüber dem Veräußerer, kann sich dieses die Verlegung einer Abwasserleitung auf seinem Grundstück vorstellen. Dafür müsse ein Nutzungsvertrag abgeschlossen werden, der sowohl die betrieblichen Belange des Unternehmens als auch die dort bereits vorhandene und künftig benötigte Infrastruktur berücksichtige.

    Vor der Aufnahme etwaiger Vertragsverhandlungen erwartet das Unternehmen ein „attraktives“ Angebot für die Nutzungsüberlassung. Das Angebot sollte nach den Vorstellungen des Unternehmens folgende Punkte berücksichtigen: a) Einmalzahlung und / oder lfd. Nutzungsentschädigung und b) Erstattung sämtlicher Kosten (Rechts- und Beratungskosten, Verwaltungsaufwand, Zeitaufwand für die Geschäftsführung, ggf. weitere Kostenpositionen).

    Das Grundstück liegt im Versorgungsgebiet der ‚MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH‘. Nach Auskunft der MIDEWA gegenüber dem Veräußerer ist der Verkaufsgegenstand nicht trinkwasserseitig erschlossen. Für eine ausreichende Versorgung des Grundstücks ist nach ergänzender Auskunft der MIDEWA eine Trinkwasserleitung mit einer - vorbehaltlich einer Bedarfsrechnung - empfohlenen Dimensionierung von DN 100 erforderlich.

    Es gibt zwei mögliche Anschlusspunkte an das Trinkwassernetz:

    a) Der erste Anschlusspunkt befindet sich östlich außerhalb des ehem. Flugplatzes. Dort verläuft in Nord-Südrichtung entlang der Konversionsliegenschaft die ‚Köthener Straße‘ (K 2074) zwischen Köthen (Anhalt) und dem Ortsteil Baasdorf. Östlich und parallel zur ‚Köthener Straße‘ liegt eine Trinkwasserleitung DN 300 (AZ). Der Anschlusspunkt - etwa auf gleicher Höhe wie das Verkaufsgrundstück - wäre ca. 600 m entfernt; die Trinkwasserleitung müsste in einem Schutzrohr unter die ‚Köthener Straße‘ hindurch zum Anschlusspunkt verlegt werden.

    b) Der zweite Anschlusspunkt an eine Trinkwasserleitung DN 150 (PE-HD 160) liegt nordwestlich vom Verkaufsgrundstück in der ‚Zeppelinstraße‘ und zwar an der Straßengabelung der ‚Zeppelinstraße‘ in nördlicher und südlicher Richtung. Die Strecke von dort bis zur Grundstücksgrenze beträgt ebenfalls ca. 600 m.

    Da eine Trinkwasserleitung - gleich ob zum westlichen oder östlichen Anschlusspunkt - in der ‚Zeppelinstraße‘ verlegt werden müsste, gilt bezüglich der Einräumung von Leitungsrechten das oben zur Abwasserleitung Gesagte entsprechend.

    Das Grundstück liegt im Elektrizitätsversorgungsnetz, das von der ‚Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ Strom) betrieben wird. Nach Auskunft des Netzbetreibers gegenüber dem Veräußerer ist für eine Elektrizitätsversorgung des Verkaufsgegenstandes folgendes zu berücksichtigen:

    Grundsätzlich kann das Grundstück sowohl über das Niederspannungs- als auch über das Mittelspannungsnetz mit Elektrizität versorgt werden. Derzeit ist das Grundstück allerdings an kein Netz angeschlossen. Hierfür ist ein kompletter Neubau der Netzleitungen erforderlich. Etwaige noch auf Grundstück vorhandene Mittelspannungskabel stammen aus dem Jahr 1970, sind stillgelegt und aus technischen Gründen abgängig.

    Ob das Grundstück an das Nieder- oder Mittelspannungsnetz angeschlossen werden kann, hängt von dem konkreten Leistungsbedarf ab. Dazu muss die ‚MITNETZ Strom‘ zuvor eine netztechnische Berechnung erstellen unter Berücksichtigung der zum Anschluss vorgesehenen Geräte einschließlich solcher mit Netzrückwirkungen. Ein Anschlusskostenangebot kann nur durch ein Elektro-Installationsunternehmen eingeholt werden, das bei der ‚MITNETZ Strom‘ eingetragen ist.

    Nach Auskunft der ‚Netzgesellschaft Köthen mbH‘ gegenüber dem Veräußerer besteht die Möglichkeit zur Herstellung einer Anschlussleitung an das Erdgasverteilnetz.

    Nach Auskunft der ‚Deutsche Telekom Technik GmbH‘ gegenüber dem Veräußerer liegt das Kabel der Telekom AG im südöstlichen Teil der ‚Zeppelinstraße‘ bis fast an der östlichen Grenze des Verkaufsgrundstücks.

    Das Grundstück ist Teil eines ehemaligen Militärflugplatzes, den der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (Untere Bodenschutzbehörde) aufgrund seiner militärischen Nutzung als ‚Altstandort‘ i. S. d. § 2, V, Nr. 2 Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) kategorisiert hat. Die Konversionsliegenschaft ist als „Objekt 16, Flugplatz Köthen“ unter der Nr. 20044 im ‚Bodenschutz- und Altlasteninformationssystem‘ (Altlastenkataster) des Landkreises eingetragen.

    Der Veräußerer hatte in der Vergangenheit vier grundlegende Gutachten für den Altstandort nach Maßgabe der ‚Baufachlichen Richtlinien Boden- und Grundwasserschutz‘ (BFR BoGwS) [vormals: ‚AH BoGwS‘] in Abstimmung mit der Unteren Bodenschutzbehörde in Auftrag gegeben.

    Dabei wurden auf dem ehem. Militärflugplatz zahlreiche kontaminationsverdächtige Standorte (KVS) bzw. kontaminierte Flächen (KF) festgestellt. Diese hat der Veräußerer detailliert untersuchen und anschließend im erforderlichen Umfang sanieren lassen.

    Bei den im Boden nachgewiesenen Hauptschadstoffen auf den kontaminierten Flächen (KF) handelt es sich in erster Linie um Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), Leichtflüchtige Halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW). Trichloräthylen (TRI), aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX) [= Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol] und Kerosin. Diese Schadstoffe haben sich teilweise in das Grundwasser verlagert und zu dessen Belastung geführt.

    Auf dem Verkaufsgrundstück selbst (Flurstücke 19/14, 19/15, 27/13 und 27/14) wurden zwar ausweislich der Gutachten keine KVS bzw. KF festgestellt. Denn die Flurstücke dienten seit jeher als Straßen- bzw. Wegefläche oder waren von Beginn der militärischen Nutzung an mit den Unterkunftsgebäuden bebaut gewesen. Nach fachlicher Einschätzung der Unteren Bodenschutzbehörde ist daher auf diesen Flurstücken eine „industriell-gewerbliche“ Nutzung möglich.

    Allerdings grenzt das Flurstück 19/15 unmittelbar südlich an die KF „Lösungsmittel- / Trichloräthylen Bunker“ und östlich an die KF „Tanklager“ an. (Anm.: Das Trichloräthylen diente zur chemischen Reinigung von Uniformen und zur Entfettung von Metallteilen.)

    Von diesen beiden KF konnten teilweise Grundwasserbelastungen durch LHKW, MKW bzw. BTEX auf den südlichen und östlichen Teil des Flurstücks 19/15 ausstrahlen. Diese Belastungen waren jedoch hauptsächlich den Grundwasserschwankungsbereich zwischen ca. 9 bis 11 m unter der Geländeoberkante beschränkt.

    Nach fachlicher Einschätzung der Unteren Bodenschutzbehörde konnten aufgrund der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen die Schadstoffbelastungen im Grundwasser im Bereich des Flurstücks 19/15 signifikant auf ein unkritisches Maß herabgesetzt werden. Folglich seien aktuell keine schädlichen Bodenveränderungen (§ 2 III BBodSchG) bekannt, welche Gefahrenabwehrmaßnahmen i. S. d. BBodSchG erforderlich machten.

    Eine Nutzung des Grundwassers sowie Baumaßnahmen, die Grundwasser bei ca. 5 bis 10 m unter
    der Geländeoberkante anschneiden würden, sollten aber auf dem Verkaufsgrundstück grundsätzlich
    vermieden werden.

    Nach Auskunft des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst) gegenüber dem Veräußerer ist das Grundstück aufgrund der vorliegenden Unterlagen (Belastungskarten) und Erkenntnissen als Kampfmittelverdachtsfläche eingestuft.

    Das bedeutet, dass vor Beginn von Tiefbauarbeiten oder sonstigen erdeingreifenden Maßnahmen ein Nachweis über die Kampfmittelfreiheit des betreffenden Baugrundstücks der unteren Bauaufsichtsbehörde vorzulegen ist (vgl. § 13, Satz 2 BauO LSA i. V. m. der ‚Gefahrenabwehrverordnung zur Verhütung von Schäden durch Kampfmittel‘ (KampfM-GAVO)). Die Kampfmittelfreiheit wird durch die Polizeiinspektion Zentrale Dienste Sachsen-Anhalt oder eine dafür geeignete Kampfmittelräumfirma bescheinigt. Der Veräußerer hat diesen (allgemeinen) Kampfmittelverdacht nicht weiter untersucht.

    Nach übereinstimmenden Auskünften des ‚Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt‘ sowie der Stadt Köthen (Anhalt) (Untere Denkmalschutzbehörde) sind die Gebäude auf dem Grundstück Baudenkmale i. S. d. § 2 Abs. 2, Nr. 1 Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (DenkmSchG). Sie sind nachrichtlich im Denkmalverzeichnis der Stadt Köthen (Anhalt) eingetragen (vgl. § 18 DenkmSchG).

    Die Eintragung in das Denkmalverzeichnis wurde im Wesentlichen damit begründet, dass der ehem. Flugplatz als Gesamtanlage in seinen wesentlichen funktionalen und baugestalterischen Komponenten gut erhalten und von hoher zeitgeschichtlicher Bedeutung sei. Darüber hinaus sei er ein architekturgeschichtlich bemerkenswertes Zeugnis für die Verwendung verschiedener baulicher Stile im Sinne der in der damaligen Bauverwaltung vorherrschenden Architekturideologie.

    Nach Auffassung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (Untere Naturschutzbehörde) unterliegen alle Maßnahmen auf dem Grundstück, einschließlich solcher, die seiner Erschließung dienen, der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelungen der §§ 14ff Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Die Untere Naturschutzbehörde begründet dies wie folgt:

    a) Die nicht überbauten Flächen des Grundstücks wurden in der Vergangenheit durch natürliche Sukzession überwiegend mit Arten heimischer Gehölze bestockt. Gemäß der ‚Biotopen-Richtlinie Sachsen-Anhalt‘ erfüllen diese Gehölzstrukturen hinsichtlich ihrer Größe und Artenausstattung die Kriterien von gesetzlich geschützten Biotopen. Damit sind sie als sog. „Feldgehölze außerhalb erwerbsgärtnerisch genutzter Flächen“ gesetzlich geschützte Biotope gem. § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 8 Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (NatSchG LSA).

    b) Auf Antrag kann eine Ausnahme vom Verbot der Zerstörung oder sonstigen erheblichen Beeinträchtigung der gesetzlich geschützten Biotope erteilt werden, wenn die Beeinträchtigungen ausgeglichen werden können (vgl. § 30 Abs. 2, Satz 1 und 2 i. V. m. Abs. 3 BNatSchG). Daher empfiehlt die Untere Naturschutzbehörde, die Zulässigkeit der auf dem Grundstück geplanten Maßnahmen frühzeitig mit ihr abzustimmen und prüfen zu lassen.

    c) Die Regelvermutung in § 6 Abs. 1 NatSchG LSA zugunsten des Grundstückseigentümers findet vorliegend aufgrund des eingetretenen Zeitablaufs keine Anwendung.

    Diesbezüglich weist der Veräußerer auf folgendes hin: Nach § 6 Abs. 1, Satz 1 NatSchG LSA liegt in der Regel kein Eingriff in die Natur vor, wenn auf Flächen, die in der Vergangenheit rechtmäßig bebaut worden sind und erneut genutzt werden, Biotope beseitigt werden, die durch Sukzession entstanden sind. Nach Ablauf einer Sukzession von 25 Jahren kann aber nicht mehr von der Regelvermutung ausgegangen werden (vgl. § 6 Abs. 1, Satz 2 NatSchG LSA). Für die Untere Naturschutzbehörde hat die Sukzession schon vor 29 Jahren begonnen, als im August 1991 die militärische Nutzung des Flugplatzes endgültig aufgegeben wurde. Nach ihrer Auffassung waren die baulichen Anlagen seit diesem Zeitpunkt dem Verfall preisgegeben. Zwischenzeitlich vorgenommene Sicherungsmaßnahmen änderten daran nichts, da sie nicht mit einer Nutzung gleichzusetzen seien.

    Nach Auskunft der Stadt Köthen (Anhalt) (Untere Bauaufsichtsbehörde) bestehen zu Lasten des Grundstücks keine Eintragungen im Baulastenverzeichnis.

    Allerdings ist zugunsten der Flurstücke 19/14 und 19/15 eine Zuwegungsbaulast über das Flurstück 1101 eingetragen. Dessen Eigentümer ist der Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Das Flurstück ist Teil des Abschnitts der ‚Zeppelinstraße“, der nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet ist. Der Inhalt der Eintragung vom 22. Dez. 1997 im Baulastenverzeichnis lautet wie folgt:

    „Die jeweiligen Eigentümer des Flurstücks 19/6 [jetzt:1101], Flur 23, Gemarkung Köthen, übernehmen als Baulast die Verpflichtung zu dulden, dass auf diesem Flurstück ein Weg zum vorschriftsmäßigen Anschluss des Flurstücks Teilfläche I von 19/8 [jetzt: 19/14, 19/15], Flur 23, an das öffentliche Straßennetz angelegt, unterhalten und benutz wird, so dass der von den baulichen Anlagen auf diesem Flurstück ausgehende Zu- und
    Abgangsverkehr und der für den Brandschutz erforderliche Einsatz von Feuerlösch- und Rettungsgeräten jederzeit ordnungsgemäß und ungehindert möglich ist, gemäß § 5 der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt (BauO LSA) vom 23. Juni 1994.“

    In ca. 440 Meter Luftlinie von der südlichen Grundstücksgrenze entfernt, wird auf dem Nachbargrundstück eine nach der 4. Bundesimmissionsschutzverordnung (4. BImSchV) genehmigungspflichtige Biogasanlage betrieben.

    Der Verkaufsgegenstand wurde nicht von innen durch einen Mitarbeiter des Auktionshauses besichtigt. Sämtliche Angaben stammen vom Veräußerer.

    Diese Angaben dienen der beispielhaften Wiedergabe des Zustandes. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit der Aufzählung.
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