Bitte warten...

Deutsche Internet Immobilien Auktionen

Deutsche Internet Immobilien Auktionen Tel.: 030 - 88 46 88 80
Fax: 030 - 88 46 88 88
E-Mail:

Glossar

Bei uns wird Vertrauen und Kundenorientierung großgeschrieben: Sie wollen eine Immobilie online kaufen? Oder sich mit einem Online-Verkauf einen überregionalen Interessentenkreis erschließen? Dann vertrauen Sie besser nur einem eingeführten Auktionshaus mit dem Fachwissen, das für die Versteigerung von Immobilien notwendig ist. Und informieren Sie sich bei uns über die wesentlichen Fachbegriffe, die immer wieder genannt werden, wenn es um attraktive Immobilienangebote geht. Unsere Experten reden kein Kauderwelsch – und wir machen Sie fit für den Immobilienkauf: Hier haben wir für Sie ein Glossar zusammengestellt, in dem Sie die wichtigsten Ausdrücke kurz erklärt finden. Um alle weiteren Fragen kümmert sich gern ein Ansprechpartner aus unserem Team.

A

Abschreibung
Die Möglichkeit zur steuerlichen Abschreibung für Wohnimmobilien ist im Einkommensteuergesetz (EstG) im Paragrafen 7 Absatz 4 und 5 geregelt. Die Abschreibung kann direkt mit Erwerb des Gebäudes beginnen. Ob der Steuerpflichtige die Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Steuererklärung schon vollständig gezahlt hat oder ein Teil des Kaufpreises über einen Kredit finanziert wird, spielt für die Abschreibung keine Rolle. Wenn Sie ein Grundstück mit einem noch nicht fertiggestellten Gebäude erwerben, kann die Abschreibung jedoch erst mit der endgültigen Fertigstellung beginnen.

Ackerzahl
Die Qualität einer Ackerfläche wird unabhängig von der Größe der Fläche mit der sogenannten Ackerzahl angegeben. Je höher der Wert - die Zahlen können bis 100 bzw. 120 reichen -, desto besser ist die Ertragsfähigkeit des Grundstücks für landwirtschaftliche Zwecke einzuschätzen.

Auflassungsvormerkung
Zur Absicherung eines Eigentümerwechsels kann im Grundbuch eine Auflassungsvormerkung eingetragen werden. Durch die Vormerkung wird das Risiko bei der Abwicklung von Immobilien- bzw. Grundstücksgeschäften für die Parteien (Käufer wie Verkäufer) minimiert. Die Eintragung im Grundbuch räumt dem künftigen Eigentümer quasi eine abgesicherte Rechtsposition ein.

Altbau
Gebäude - die vor 1949 entstanden sind - werden allgemein als Altbau bezeichnet. Eine genaue oder gar gesetzlich festgeschriebene Definition dafür, was man unter dem Begriff Altbau zu verstehen hat, gibt es jedoch nicht. In der Regel sind Gebäude gemeint, die in jedem Geschoss hohe Decken aufweisen, gegebenenfalls mit Stuck verziert, und deren Böden mit Dielen bzw. Parkett belegt sind. Holzbalkendecken und Kastenfenster finden sich ebenfalls in vielen Altbauten.

Altersvorsorge
Immobilien haben mehr als einen Vorteil. Unschlagbar ist jedoch, dass Immobilien die einzige Altersvorsorge bieten, in der man selbst wohnen und so doppelt profitieren kann. Und mit der richtigen Beratung finden Sie bei uns die passende Immobilie zu Ihrer Vorsorge-Strategie.

Anderkonto
Für gewöhnliche Treuhandkonten gelten keine besonderen juristischen Regeln. Das Anderkonto ist jedoch ein Treuhandkonto in einer besonders abgesicherten Form. Guthaben auf Anderkonten fallen bei einer Zahlungsunfähigkeit des Treuhänders nicht in dessen Vermögensmasse.

Auktion
Unter einer Auktion versteht man eine Veranstaltung zum Verkauf von Waren, die bestimmten Regeln folgt: Ein Auktionator bringt die Ware zur Versteigerung und sorgt mit seiner Moderation dafür, dass der Meistbietende der interessierten Käufer den Zuschlag bekommt. Auktionen gibt es in vielen Varianten, darunter sind Kunstauktionen und Immobilienauktionen die bekanntesten, stille Auktion, Online-Auktion und Internet-Live-Auktion sind weitere Formen.

Ausstattung
Die Ausstattung einer Immobilie ist ein Maßstab für die Qualität der Baumaßnahmen bzw. der Bauweise. Extras, wie etwa eine Terrasse, ein Balkon oder eine Garage, fallen hier besonders ins Gewicht. Auch die Haustechnik gehört zur Ausstattung. Ein wichtiges Ausstattungsmerkmal eines Wohnhauses ist etwa eine modernisierte Heizungsanlage. Ist die Heizung auf dem neuesten Stand der Technik, spielt das bei der Bewertung der Immobilie eine nicht zu unterschätzende Rolle.

B

Baupreisindex
Aus den Preisen für Bauleistungen ermittelt das Statistische Bundesamt alle drei Monate Durchschnittspreise, die zu einem sogenannten Basisjahr (aktuell ist das 2015) in Bezug gesetzt werden. So kann die Preisentwicklung abgebildet werden. Genaugenommen stellt das Statistische Bundesamt nicht nur einen Baupreisindex, sondern sogar drei Übersichten (Indizes) zur Verfügung: einen für den konventionellen Neubau von Wohn-, Büro- und gewerblich genutzten Hochbauten, einen für Ein-Familien-Fertighäuser und einen für die Instandhaltung von Wohngebäuden.

Baukindergeld
Als staatliche Förderung, die Familien mit Kindern den Kauf einer Immobilie erleichtern soll, wurde im Jahr 2018 das sogenannte Baukindergeld eingeführt. Es ist ein staatlicher Zuschuss, den die Familien nicht zurückzahlen müssen. Die Höhe des Förderbetrages orientiert sich an der Kinderzahl; 12.000 Euro Förderung pro Kind sind möglich.

Bauland
Ob ein Stück Land bebaut werden kann, entscheidet die zuständige Gemeinde und schafft mit dem sogenannten Bebauungsplan die rechtlichen Voraussetzungen dafür. Erst wenn die Fläche im Bebauungsplan entsprechend markiert ist, gilt ein Grundstück offiziell als Bauland.

Baulastenverzeichnis
Wenn der Eigentümer sich gegenüber der öffentlichen Hand, etwa der zuständigen Gemeinde, verpflichtet hat, bestimmte, das Grundstück betreffende Dinge zu dulden, zu tun oder zu unterlassen, wird dieser Sachverhalt als Baulast eingetragen. Beim Bauamt jeder Gemeinde werden solche Baulasten in einem Verzeichnis nachgehalten. Ein Beispiel kann sein, dass eine Zufahrt für ein anderes Grundstück gewährt wird, das nicht an das öffentliche Wegenetz angeschlossen ist.

Bauträger
Für die Phase des Neubaus oder der Sanierung eines Gebäudes übernimmt ein Unternehmen gewerbsmäßig die Funktion des Bauherrn. Dieser sogenannte Bauträger sagt dem Immobilienkäufer im Rahmen eines notariellen Kaufvertrages die Erstellung einer mangelfreien, vertragsgemäßen Immobilie zu. Bauträger haften in der Regel bis zu fünf Jahre nach dem erfolgten Verkauf der Immobilie noch für Mängel an dem Objekt.

Bebauungsplan
Der Bebauungsplan ist beim Bauamt der Gemeinde öffentlich einsehbar und dient als Grundlage zur Entwicklung und Ausführung der Raumplanung. Der Plan beschreibt das Baugebiet und gibt planungsrechtliche Mindesterfordernisse vor - wie etwa die Geschosshöhe von Neubauten -, an die sich alle Bauherren in dem Gebiet halten müssen.

Beleihungsgrenze
Die maximale Kredithöhe, die ein Kreditgeber (Bank, etc.) bereit ist, für eine Immobilie zu vergeben, wird als Beleihungsgrenze bezeichnet. Diese Grenze fällt je nach Kreditgeber unterschiedlich aus. Hypothekenbanken haben eine Beleihungsgrenze von 60% des Beleihungswertes. Bausparkassen und Versicherungen können den Beleihungswert noch einmal unterschiedlich ausschöpfen.

Betriebskostenabrechnung
Jeder Vermieter ist verpflichtet, einmal pro Jahr die angefallenen Betriebskosten für ein vermietetes Gebäude abzurechnen. Einzige Ausnahme: Es wurde im Vorhinein eine Pauschalzahlung vereinbart. Für den Mieter müssen die Höhe und die Art der abgerechneten Kosten nachvollziehbar sein, damit er gegebenenfalls Einspruch erheben kann. Nach jeder erstellten Abrechnung haben die beiden Vertragsparteien einen Anspruch darauf, dass die vereinbarten Vorauszahlungen angemessen angepasst werden.

C

Courtage
Bei erfolgreichem Vertragsabschluss erhält der Makler, der für das Zustandekommen des Vertrags gesorgt hat, eine Vergütung: die Courtage. Bei Grundstücks- oder Immobilienvermittlungen werden üblicherweise drei bis sechs Prozent des Kaufpreises zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer fällig. Die regionalen Unterschiede in den einzelnen Bundesländern sind dabei jedoch recht groß.

D

Darlehensbewilligung
Nach Einreichung sämtlicher erforderlicher Unterlagen prüft die Bank - auch mit Hilfe von internen Rating-Faktoren - die Bonität des potentiellen Darlehensnehmers (sprich: die Fähigkeit und Bereitschaft eines Kunden seine zukünftigen Zahlungsverpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen). Fällt die Einschätzung der Bank positiv aus, erhält der Bankkunde eine rechtlich verbindliche Zusage über die Gewährung eines Darlehens.

Denkmalschutz
Entscheidend für die Einstufung eines Gebäudes als Denkmal ist die historische Bedeutung des Objekts. Anders als oft angenommen, braucht ein Denkmal nicht „schön“ oder besonders alt zu sein; wenn es von technikgeschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung oder aber „typisch“ für eine Region ist, kann das Gebäude in einem wissenschaftlichen Gutachten unabhängig vom subjektiven Geschmacksempfinden unter Schutz gestellt werden.

Duplex-Wohnung
Wenn sich eine Wohnung über zwei Stockwerke erstreckt, nennt man sie gern Duplex- oder Maisonette-Wohnung. Eine innen gelegene Treppe entzerrt bei einer solchen Wohnung die Wohnbereiche und man kann zwei Etagen unterschiedlich nutzen.

E

Eigenbedarf
Der Begriff aus dem Mietrecht begründet eine ordnungsgemäße Kündigung durch den Vermieter. Meldet ein Vermieter Eigenbedarf an, will er einen vermieteten Wohnraum selbst nutzen oder einem nahen Familienangehörigen bzw. einem Mitglied seines Haushaltes zu Wohnzwecken zur Verfügung stellen.

Endfälliges Darlehen
Während der Laufzeit eines endfälligen Darlehens werden zwar Zinsen gezahlt, jedoch keine Tilgung. Die Darlehenssumme reduziert sich also über die Laufzeit nicht und wird am Ende en bloc zurückgezahlt (etwa durch eine dann fällige Lebensversicherung).

Energieausweis
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) legt fest, dass ein Energiebedarfsausweis erstellt werden muss, wenn in Deutschland ein Neubau errichtet wird oder an einem Gebäude bauliche Veränderungen bzw. Erweiterungen vorgenommen werden. Der Ausweis wird immer für das gesamte Gebäude ausgestellt, nicht nur für einen Teil (den An- oder Umbau) oder eine Wohnung. Seit ein paar Jahren besagt zudem eine europäische Richtlinie: Wer eine Immobilie kaufen oder mieten will, soll unaufgefordert Einblick in den Energieausweis des Hauses bekommen, damit gegebenenfalls anfallende Heizkosten besser einschätzbar sein sollen.

Erbbaurecht
Der Eigentümer eines Grundstücks räumt dabei einem Erbbauberechtigten (einem seiner zukünftigen Erben) die Möglichkeit ein, ein Haus auf dem Grundstück des Eigentümers zu errichten und zu nutzen. Der Häuslebauer muss also nichts für den Grund zahlen, auf dem er sein Haus baut, allerdings wird meist eine regelmäßige Zahlung (der Erbbaurechtzins) an den Grundstückseigentümer (den Erbbaurechtsgeber) vereinbart. Nach Ende der Erbbaurechtszeit (z.B. nach 60 Jahren) werden die errichteten Bauwerke dann auch Bestandteile des Grundstücks.

Exposé
Die Beschreibung eines Objektes, seiner Ausstattung und Lage, die vom Immobilienmakler für einen Verkauf oder eine Vermietung der Immobilie erstellt wird, nennt man Exposé. Darin sind alle Objektmerkmale (Fläche, Kaufpreis/Miete, Baujahr, Energieverbrauch, etc.) zusammengetragen, ergänzt durch Fotos von Innen- und Außenansichten der Immobilie und einem Lageplan.

F

Facility Management
Mit Facility Management ist in der Regel schlicht und einfach die Arbeit des Hausmeisters bzw. die generelle Objektbetreuung gemeint. Das umfasst auch den reibungslosen Betrieb der technischen Anlagen, die zu einem Gebäude gehören, bzw. der Gerätschaften, die zur Pflege und Instandhaltung der Immobilie gebraucht werden. Facility Management ist ein Teilbereich des allgemeinen Gebäudemanagements.

Finanzierung
Für den Kauf einer Immobilie benötigt jeder Käufer ausreichend Kapital. In den wenigsten Fällen können sämtliche Aufwendungen aus dem vorhandenen Eigenkapital getragen werden. Für den fehlenden Betrag wird der Käufer eine Bank oder einen unabhängigen Finanzierer ansprechen. Er sollte dabei die Angebote unterschiedlicher Kreditgeber anhand der Angaben zu Effektivzinsen, Beleihungsgrenze und Restschuld vergleichen.

Flurstück
Ein Flurstück ist ein amtlich vermessenes, eindeutig begrenztes und genau bezeichnetes Stück Land, das im Grundbuch eingetragen ist. Im Bestandsverzeichnis der Gemeinde (Liegenschaftskataster) werden die laufende Grundstücksnummer, die Gemarkung, die Nutzungsart und die Größe eines Flurstücks verzeichnet. Das Flurstück ist die kleinste Einheit, die im Kataster einer Gemeinde erfasst wird, ein Grundstück kann daher aus mehreren Flurstücken bestehen.

Fertighaus
Die modulare Bauweise, in der ein Fertighaus erstellt wird, ermöglicht es, dass bedeutende Teile eines solchen Hauses andernorts vorgefertigt und dann auf der Baustelle zusammengefügt werden. Vorteile dieser Bauweise sind die kalkulierbaren Preise und die kurze Bauzeit, da die Teile bereits „auf Lager“ sind.

G

Gemeinschaftseigentum
Für die Eigentümergemeinschaft meint dieser Begriff das von allen Wohnungseignern gemeinsam in Stand zu haltende und zu verwaltende Eigentum. Dazu gehören die Fassade, das Fundament und das Dach, aber auch die Treppen oder der Heizungskeller, sowie die Haustechnik. Die meisten Eigentümergemeinschaften beauftragen einen professionellen Hausverwalter mit dem Management des Gemeinschaftseigentums.

Grundsteuer
Die Grundsteuer ist eine kommunale Abgabe auf das Eigentum an Grundstücken und kann regional bzw. lokal sehr unterschiedlich hoch ausfallen, da sie sich aus dem Einheitswert, der Grundsteuermesszahl und einem von der jeweiligen Gemeinde festgelegten Steuersatz berechnet. Vermieter können die Grundsteuer im Rahmen der Betriebskosten auf die Mieter umlegen.

Gutachten
Wenn ein Sachverständiger sein Urteil in schriftlicher Form abgibt, nennt man das Gutachten. Ein qualifizierter Sachverständiger wird dabei zunächst die Tatsachen feststellen und dann gegebenenfalls seine Schlussfolgerungen ziehen. Den Wert einer Immobilie ermittelt ein Gutachter dabei entweder nach dem Ertragswertverfahren, dem Sachwertverfahren oder dem Vergleichswertverfahren.

H

Hausgeld
In einer Wohnungseigentümergemeinschaft muss jeder einzelne Eigentümer eine monatliche Vorauszahlung leisten, damit die Kosten getragen werden können, die für das Gemeinschaftseigentum anfallen: die Betriebskosten, die Kosten zur Instandhaltung und zur Instandsetzung sowie die Verwaltungskosten. Das Hausgeld ergibt sich aus dem Wirtschaftsplan der Immobilie und muss von den Wohnungseigentümern stets bezahlt werden - unabhängig davon, ob eine Wohnung bewohnt ist oder leer steht.

Hypothek
Eine Bank gewährt ein Darlehen in Höhe einer bestimmten Summe, wobei die Immobilie der Bank dabei als eine Art Pfand dient. Der Hypothekennehmer tritt für den Fall, dass er seine Schuld nicht begleichen kann, die Rechte an seiner Immobilie an den Darlehensgeber ab. Die Bank sichert diese Vereinbarung mit einer Eintragung im Grundbuch ab. Hat der Eigentümer das Darlehen vollständig getilgt, kann er die Löschung der im Grundbuch eingetragenen Hypothek beantragen.

I

Ideelle Teilung
Beim Erwerb einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus gehört zu der Wohnung auch ein Teil des Grundstücks. Wo dieser Teil genau liegt, lässt sich aber nicht so einfach bestimmen wie bei einem Einfamilienhaus. Der Wohnungskäufer hat nicht etwa ein Stück Fläche erworben, den er beispielsweise einzäunen könnte, sondern einen „ideellen Anteil“ am Gesamtgrundstück.

Instandhaltungsmaßnahmen
Als Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist der einzelne Wohnungseigentümer verpflichtet, sich an der Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums zu beteiligen. Instandhaltungsmaßnahmen dienen der Aufrechterhaltung des gebrauchs- und funktionsfähigen Zustands der Immobilie und der Beseitigung von Abnutzungserscheinungen am Gemeinschaftseigentum einer Wohngemeinschaftsanlage. Eine typische Instandhaltungsmaßnahme ist zum Beispiel der neue Anstrich für eine verwitterte Hausfassade.

Instandhaltungsrücklage
Als Teil des Hausgeldes zahlt jedes Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft in die Instandhaltungsrücklage ein. Die angesparte Summe ist zweckgebunden und wird zur Finanzierung von Reparaturen genutzt. Ein Eigentümer, der sein Wohn- oder Teileigentum verkauft, kann deshalb nicht verlangen, seinen Anteil an der Instandhaltungsrücklage ausgezahlt zu bekommen. Instandhaltungsrücklagen gehen als Teil des Verwaltungsvermögens auf den Neuerwerber über.

J

Jahresheizwärmebedarf
Für jede Immobilie lässt sich mit Hilfe der Berechnungen zum K-Wert (Wärmedämmung) der theoretische Jahresheizwärmebedarf eines Gebäudes ermitteln. Das Ergebnis ist jedoch mit Vorsicht zu bewerten, da es nicht unbedingt den tatsächlichen Bedarf abbildet. Dessen Höhe ist stark von den individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten der Nutzer abhängig, insbesondere im Hinblick auf die gewünschte Raumtemperatur und das Lüftverhalten.

Jahresnettomiete
Addiert man die gesamten Mieteingänge eines Jahres für ein vermietetes Haus und zieht man von dieser Summe die Heiz-, Warmwasser- und Betriebskosten ab, dann ergibt sich die Jahresnettomiete. Manchmal wir diese mit den jährlichen Kosten gegengerechnete Summe der Mieteinnahmen auch als Jahresnettokaltmiete bezeichnet.

K

Kataster
Das Kataster oder auch Liegenschaftskataster ist ein amtliches Verzeichnis aller Grundstücke, das öffentlich zugänglich ist. Es besteht aus Katasterbüchern, in denen die Grundstücke mit Angaben zu Flurstücknummer, Adresse, Größe, Bebauung und Eigentümer beschrieben sind, und dem Katasterkartenwerk, in dem die Liegenschaftskarten die vermessenen Grundstücke grafisch darstellen. Inzwischen liegen beide Datensätze deutschlandweit in digitaler Form vor. Nachfolger des Katasterbuchwerks ist das sogenannte Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB), Nachfolger der analogen Flurkarten ist die Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK).

Kaution
Mit Beginn eines Mietverhältnisses kann der Vermieter vom Mieter verlangen, zur Sicherheit eine Kaution zu hinterlegen. Sie ist für den Schadensfall gedacht, falls die Zahlung der Miete oder der abgerechneten Betriebskosten nicht erfolgt oder nach Auszug des Mieters noch Nachzahlungen zu ausstehenden Betriebskostenabrechnungen zu erwarten sind oder der Mieter Schäden an der Wohnung verursacht, aber mit Auszug nicht beseitigt hat. Die Höhe der Kaution darf die Summe von drei Kaltmieten nicht übersteigen. Hinterlegt werden kann sie als Barkaution, Bankbürgschaft oder Mietkautionsversicherung.

L

Lage
Im Hinblick auf die Qualität der Lage von Wohnimmobilien spricht man von Bestlage, guter Lage, durchschnittlicher Lage und einfacher Lage. In die Bewertung fließen die örtlichen Verhältnisse in Bezug auf ein ruhiges Wohnen und die Anbindung an die Infrastruktur ein. Der Nähe zu Erholungsangeboten (Sport, Kultur) wird dabei ebenso Rechnung getragen wie den Einkaufsmöglichkeiten oder Bildungseinrichtungen vor Ort. Bei Gewerbeimmobilien kommt es neben der Anbindung an das Straßen- und Schienennetz vor allem darauf an, dass genügend Parkplätze in Reichweite sind. Auch Gewerbeimmobilien werden in vier Hauptgruppen von 1A-Lage und 2A-Lage über 1B-Lage bis 2B-Lage eingeteilt.

M

Meldepflicht
Bei einem Umzug innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gilt die Meldepflicht. Die Anmeldung unter der neuen Adresse müssen Sie bei der Gemeinde innerhalb von 14 Tagen erledigen. Dabei spielt keine Rolle, ob Sie neu zuziehen oder nur innerhalb der Gemeinde umziehen. Den Auszug aus einer Wohnung müssen Sie Ihrer Gemeinde nur dann melden, wenn eine Abmeldung erfolgt, weil Ihre neue Wohnung nicht innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt. Bei einem Verstoß gegen die Meldepflichten, etwa wenn Sie die Frist versäumen, kann ein Bußgeld verhängt werden.

Modernisierung
Bauliche Maßnahmen des Eigentümers, die den Gebrauchswert der Immobilie nachhaltig erhöhen, die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern und/oder nachhaltige Einsparungen beim Energie- und Wasserverbrauch bewirken, werden mit dem Begriff Modernisierung bezeichnet. Sie grenzen sich damit klar von solchen Maßnahmen ab, die zur Instandsetzung gedacht sind (Schönheitsreparaturen). Die Kosten einer Modernisierung können anders als die Kosten von Instandhaltungsmaßnahmen auf die Mieter umgelegt werden.

N

Nebenkosten
Der Begriff der Nebenkosten wird in unterschiedlichen Fachgebieten verwendet. Im Mietrecht meint der Ausdruck etwa den Anteil der Betriebskosten, den der Vermieter auf den Mieter umlegen darf. Auch beim Immobilienkauf fallen Nebenkosten an. Zu denken sind dabei an Gebühren für den Notar und den Eintrag ins Grundbuch; auch Maklerprovision und Grunderwerbssteuer sind gängige Nebenkosten beim Immobilienkauf. Je nach Zustand und Alter der Immobilie können auch Kosten für Gutachten oder für eine Modernisierung anfallen.

Notar
Während ein Anwalt immer die Interessen einer Partei vertritt, ist der Notar zur Neutralität verpflichtet. Der Notar wird daher beide Seiten, die am Eigentümerwechsel einer Immobilie beteiligt sind, gleichermaßen betreuen und Käufer wie Verkäufer umfassend juristisch beraten. Nur der Notar hat das Recht, die Beurkundung von Unterschriften und Rechtsgeschäften vorzunehmen. Ansprüche, die in einer von einem Notar aufgesetzten Urkunde enthalten und entsprechend ausgestaltet sind, sind sofort vollstreckbar.

O

Optionskauf
Beim Optionskauf haben Mieter die Option erhalten, den Mietgegenstand zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben, sind aber im Vergleich zum Mietkauf nicht zum Kauf verpflichtet. Der Mieter entscheidet, ob er kaufen will - der Verkäufer hat zugunsten des Mieters im Grundbuch das Optionsrecht vermerken lassen.

Ortsübliche Miete
Die ortsübliche Vergleichsmiete ist der Maßstab für die Rechtmäßigkeit einer Mieterhöhung. Wenn es zum Streit zwischen Mieter und Vermieter kommt, wird der aktuelle Mietspiegel herangezogen, der von der jeweiligen Gemeinde im Amtsblatt veröffentlicht wird. In der Regel bezieht sich der Mietspiegel nur auf Wohnraum, wen die Vergleichsmiete für Gewerberäume interessiert, wendet sich am besten an die örtliche Industrie- und Handelskammer.

P

Pacht
Bei der Pacht wird beispielsweise ein gastronomischer oder landwirtschaftlicher Betrieb vom Eigentümer gegen Entgelt und auf bestimmte Zeit einem Pächter zum Gebrauch überlassen. Der Pächter ist zur wirtschaftlichen Nutzung berechtigt, ihm gehört auch der dabei entstehende Ertrag. Sind im Pachtvertrag keine gesonderten Kündigungsfristen vereinbart, gelten die gesetzlichen Bestimmungen: Pachtverträge können nur zum Ende eines Pachtjahres gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate. Eine Sonderkündigungsfrist gilt, wenn der Pächter stirbt. Innerhalb eines Monats nach dem Tod des Pächters können beide Seiten den Vertrag zum Quartalsende mit einer Frist von sechs Monaten kündigen.

R

Richtwert
Sachverständige stellen zur Orientierung der Verbraucher eine große Anzahl von Richtwerten bereit, beispielsweise in Bezug auf Lärmemissionen oder den Energieverbrauch von Gebäuden. Richtwerte beinhalten immer eine gewisse Toleranz, können aber insbesondere den Fachmann bei der Einschätzung örtlicher Verhältnisse leiten. Im Immobiliensektor sind die sogenannten Immobilienrichtwerte wichtig. Die Gutachterausschüsse der Bundesländer ermitteln und veröffentlichen diese Richtwerte. Basis für die Angaben sind die amtlichen Kaufpreissammlungen, die die Gutachterausschüsse für das gesamte Bundesgebiet durchführen.

S

Schönheitsreparaturen
Im deutschen Mietrecht werden mit dem Begriff der Schönheitsreparaturen Arbeiten bezeichnet, die oberflächliche, gebrauchsbedingte Abnutzungserscheinungen in den Räumen beheben. Eine Wohnung ist, wenn nicht anders vereinbart, tapeziert und in neutraler Farbe gestrichen zu verlassen. Die Schönheitsreparatur ist im eigentlichen Sinne keine Reparatur (auch intakte farbig auffällige Anstriche müssen überstrichen werden) und kann deswegen vom Mieter selbst erledigt werden. Der Mieter muss dafür nicht notwendigerweise einen Handwerker beauftragen.

Sondernutzungsrecht
Mit dem Sondernutzungsrecht wird in einer Eigentümergemeinschaft einem der Eigentümer das alleinige Gebrauchsrecht an einem Teil des Gemeinschaftseigentums zugesprochen. Dieser Eigentümer darf dann alleinig einen Stellplatz, einen Teil des Gartens oder des Dachboden nutzen. Eine Sondernutzungsfläche bleibt jedoch Gemeinschaftseigentum. Sondernutzungsrechte können innerhalb der Eigentümergemeinschaft auf eine andere Person übertragen werden, ohne dass es einer Zustimmung der anderen Eigentümer bedarf. Eine Übertragung auf Dritte, die nicht der Eigentümergemeinschaft angehören, ist nicht möglich.

T

Teuerung
Die Teuerung gehört zu den äußeren Gegebenheiten, die sich ändern, während ein Mietvertrag läuft. Deswegen darf der Vermieter diesen relativen Kostenfaktor bei einer Mietzinserhöhung geltend machen. Grundlage für die Berechnung der Teuerungsrate ist der sogenannte Landesindex der Konsumentenpreise. Die Preise, die Konsumenten zahlen müssen, werden laufend durch das Bundesamt für Statistik erhoben. Dazu wird ein sogenannter „Warenkorb“ gebildet, mit dem die Lebenshaltungskosten eines Durchschnittshaushalts abgebildet werden sollen. Da sich die Verbrauchergewohnheiten laufend ändern, muss ab und zu ein neuer „Warenkorb“ zusammengestellt werden. Im Abstand von einigen Jahren veröffentlicht das Bundesamt für Statistik daher eine neue Tabelle mit einer neuen Basis.

Tod des Mieters
Ein Mietverhältnis (seltene Ausnahme: ein ausdrücklich auf Lebenszeit geschlossener Mietvertrag liegt vor) endet nicht mit dem Tod des Mieters, sondern geht auf die Erben über. Die Erben müssen den Mietvertrag aktiv kündigen.

V

Verkehrswert
Mit einer professionellen Immobilienbewertung lässt sich der Verkehrswert einer Immobilie ermitteln. Der Wert verweist auf den Preis, den eine Immobilie zum aktuellen Zeitpunkt am Markt erzielen würde, wenn man sie in den Handel, sprich in Verkehr, bringen würde. Diesen Wert einzuschätzen, ist für den Immobilienverkauf wichtig. Er spielt eine Rolle, wenn Sie eine Immobilie kaufen wollen, aber genauso, wenn Sie schon eine Immobilie besitzen und über die Möglichkeiten nachdenken, für Ihre Immobilie per Beleihung Kapital von einer Bank aufzunehmen. Der tatsächliche Verkaufspreis einer Immobilie kann dem Käufer entgegenkommen, wenn er bei einer Immobilienauktion das Glück hat, eine Immobilie als Schnäppchen zu kaufen. Dass eine Immobilie einen Verkaufspreis über dem Verkehrswert erzielt, ist aber auch möglich: etwa wenn sich auf einer Auktion ein Liebhaberpreis für eine Immobilie erzielen lässt. Dann hat sich ein Käufer bei der Auktion von den für ihn besonders interessanten Vorzügen einer aussichtsreichen Immobilie überzeugen lassen.

W

Wohnungsprivatisierung
Der Vorgang bezeichnet eigentlich die Umwandlung von öffentlichen Mietwohnungen, etwa aus dem Besitz einer Kommune, in private Eigentumswohnungen. Im Volksmund wird der Begriff jedoch auch verwendet, wenn ein privater Vermieter die Einheiten eines Mietshauses als Eigentumswohnungen verkaufen will. In beiden Fällen gilt: Die Mieter der jeweiligen Wohnungen haben Vorrang und müssen zuerst gefragt werden, ob sie ihre Wohnung kaufen wollen (Vorkaufsrecht).

Z

Zeitmietvertrag
Mieter und Vermieter schließen in den meisten Fällen einen zeitlich unbefristeten Mietvertrag ab, der per Handschlag besiegelt werden kann. Eine mündliche Vereinbarung reicht beim Zeitmietvertrag nicht aus, der muss schriftlich abgefasst sein. Neben einer festen Laufzeit muss in dem Vertrag auch der Grund für die zeitliche Befristung angegeben sein. Gründe können sein, dass der Vermieter nach Ablauf der Mietzeit die Wohnung für sich selbst oder einen Angehörigen benötigt - oder er möchte das Haus bzw. die Wohnung zu einem bestimmten Zeitpunkt sanieren oder umbauen. Auch wenn der Vermieter die Wohnung nach Ablauf der Befristung als Wohnung für einen Angestellten, etwa einen Hausmeister, nutzen will, gilt das als Grund.

Zimmerlautstärke
Das Landgericht Hamburg hat festgestellt, dass der Begriff „Zimmerlautstärke“ bei Nachbarschaftsstreitigkeiten durchaus als Maßstab geeignet ist, um zu beurteilen, ob die Lautstärke einer Musikwiedergabe noch oder nicht mehr vom Nachbarn hinzunehmen ist. Das Gericht befand eine Höchstgrenze in Dezibel nicht erforderlich. Die Formulierung „Zimmerlautstärke“ besage eindeutig, so das Gericht, dass Musik in einer Lautstärke, die deutlich vernehmbar über das Zimmer des Musikhörers hinaus in die Nachbarwohnung dringt, nicht rechtlich zulässig ist.

Zweitwohnungssteuer
Die Zweitwohnungssteuer, mancherorts auch als Zweitwohnsitzsteuer tituliert, ist eine Kommunalsteuer, nur in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ist diese Steuer per Landesgesetz geregelt. Jede Gemeinde kann also selbst darüber bestimmen und dort erfahren Sie auch, welche Höhe die lokale Zweitwohnungssteuer hat. Versteuern müssen Sie übrigens jede weitere Wohnung neben Ihrer Hauptwohnung, ganz gleich, ob Sie die Wohnung (oder auch das Haus) gemietet haben oder ob es sich um Ihr Eigentum handelt. Auch ob sich Ihre Hauptwohnung am selben Ort befindet, spielt dabei keine Rolle.

Zwischenfinanzierung
Eine Zwischenfinanzierung wird immer dann relevant, wenn man eine Immobilie finanzieren möchte, aber das Eigenkapital zu dem Zeitpunkt nicht verfügbar ist. Man muss also eine zeitliche Lücke überbrücken mit Kapital, das man in der Gegenwart für die Immobilienfinanzierung braucht, was aber erst in naher Zukunft frei wird. Typischerweise sind bei einem Darlehen, das zur Zwischenfinanzierung eingesetzt werden soll, die Laufzeiten besonders kurz.