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Auktions-ID 60-023

Hangkeller einer ehemaligen Synagoge
Detail-Informationen  
Immobilienart Sonstige
Auktionslimit 800,00 € *
Auktionsende 03.12.2009 ab 11:00 h **
Strasse Tanzberg
PLZ Ort 98639 Walldorf bei Meiningen
Bundesland Thüringen
Land Deutschland
Grundstücksgrösse Ca. 248 m²
Baujahr Ursprung ca. 1592 (Scheune), Umbau ca. 1789
Grundbuch Amtsgericht Meiningen von Walldorf, Blatt 214, Flurstück 132
Belastungen im Grundbuch Abt. II: Noch einzutragender Sanierungsvermerk

Abt. III: keine Eintragungen

Der Ersteher übernimmt den noch einzutragenden Sanierungsvermerk in Abt. II 1 des Grundbuches als nicht wertmindernd auf den Kaufpreis.
Wohnfläche
Gewerbefläche Ca. 150 m² Nutzfläche im Gewölbekeller.
Gesamtfläche Ca. 150 m² siehe Nutzfläche.
Nutzungsart Vertragsfrei
Aussage Schornsteinfeger Entfällt.
Aussage Bauamt Die Gemeinde Walldorf teilt im Schreiben vom 31.07.2007 folgendes mit: Das Objekt befindet sich im Innenbereich gemäß § 34 BauGB und im Geltungsbereich eines rechtskräftigen Flächennutzungsplanes mit Ausweisung als Mischgebiet, Sanierungsgebiet. Das Grundstück befindet sich im Sanierungsgebiet und steht unter Denkmalschutz (Kulturdenkmal). Dem Amt liegen keine Hinweise für Altlasten und/oder Bodenkontaminationen vor.
Bruttojahresmiete Vertragsfrei
Betriebskostenanteil Vertragsfrei
Nettojahresmiete Vertragsfrei
Makrolage Walldorf ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Wasungen hat.

Walldorf mit ca. 2.600 Einwohnern liegt zwischen Rhön und Thüringer Wald im Werratal, ca. 4 km nördlich der Kreisstadt Meiningen und ca. 30 km westlich von Suhl.

Walldorf liegt an der B 19. Anschluss an die A 71 in ca. 8 km.
Mikrolage Das Objekt befindet sich im Zentrum von Walldorf, direkt an einer Bergkuppe der Ortsdurchgangsstraße `Tanzberg`.

Umgebung alter Ortskern mit überwiegend historischen Wohnhäusern, Rathaus und Wehrkirchenanlage. In ca. 50 m Diakonisches Altenpflegeheim und Einkaufsmarkt `TEGUT`. In der Nähe Aus- und Fortbildungszentrum der IHK Südthüringen.
Sanierungsgebiet ja
Denkmalschutz ja Kulturdenkmal
Einschätzung der Baulichkeiten
Keller
Fassade Unverputztes Bruchsteinmauerwerk.
Fenster Ehemals vorhandene Kellerlichtschächte bzw. Fenster wurden geschlossen.
Dach / Dachrinnen / Schornstein Gewölbe oberseitig mit Boden aufgeschüttet und bepflanzt.
Heizung
Sanitär
Elektro
Treppen
Türen Kellereingang mit Rundbogentür, Gewände aus Kalkstein, Schlussstein mit Jahreszahl 1593, einfaches Holzblatt in Blendrahmen. Innentür fehlend, Rundbogen mit Kalksteingewänden, z. T. einfache Verzierungen im Sockelbereich.
Weiter allgemein
Erschliessung Ursprünglich vorhandene Ver- und Entsorgungsanschlüsse existieren nicht mehr bzw. sind stillgelegt.
Sonstiges Innen- und Außenwände: Bruchsteinmauerwerk in verschiedenen Dicken. Kellerräume mit 1 bzw. 2 achteckigen Sandsteinsäulen, Kapitelle und Basen mit einfachen Verzierungen.

Decken: Kreuzgratewölbe aus Bruchsteinmauerwerk. Im Flurbereich nachträglich durch Unterzugkonstruktion aus Profilstahlträgern auf gemauerten Pfeilervorlagen (Ziegelmauerwerk).

Fußboden: Großformatige Sandsteinplatten.
Internetadresse Gemeinde www.walldorf-werra.de
Behörde Gemeinde Walldorf, Kressehofstraße 1, 98639 Walldorf, Tel.: 03693/ 89 73 45
Besichtigungsverm. Aussendienst Das Objekt war zum Zeitpunkt der Besichtigung verschlossen.
Besichtigung für Kunden Bitte nehmen Sie für einen Besichtigungstermin Kontakt mit uns auf. Das Auktionshaus weist darauf hin, dass jedes Begehen und Befahren des Objektes auf eigene Gefahr erfolgt und nur mit Zustimmung des Eigentümers erlaubt ist. Die Mitteilung von Angaben durch das Auktionshaus beinhaltet weder eine Zustimmung zum Betreten und Befahren des Objektes noch eine Aussage, dass das Betreten und Befahren des Objektes sicher möglich sind. Die Verkehrssicherungspflicht für das Objekt liegt beim Eigentümer. Das Auktionshaus haftet nicht für etwaige Schäden, die entstehen, wenn Sie das Objekt betreten oder befahren.
Besondere
Vertragsbestandteile
Der Ersteher übernimmt den noch einzutragenden Sanierungsvermerk in Abt. II 1 des Grundbuches als nicht wertmindernd auf den Kaufpreis.

Die Grundstücksgrenzen sind nur durch eine Grenzfeststellung bestimmbar. Eine Kostenbeteiligung des Verkäufers ist ausgeschlossen.

Das Objekt befindet sich im förmlich festgesetzten Sanierungsgebiet. Der Kaufvertrag bedarf zu seiner Wirksamkeit der Genehmigung durch die Sanierungsverwaltungsstelle für den Fall, dass diese von der Verwaltungsbehörde verweigert wird, behält sich der Einlieferer vor, von dem Kaufvertrag zurückzutreten.

Unabhängig vom Vorliegen der sanierungsrechtlichen Genehmigung ist der Kaufpreis vier Wochen nach Zuschlag zu hinterlegen.

Der Verkäufer haftet nicht für Belastungen, die ihm nicht bekannt sind bzw. nicht im Grundbuch eingetragen sind, insbesondere Nutzungsrechte der ehemaligen DDR.

Der hier erteilte Zuschlag bedarf der Genehmigung der Zentrale unserer Auftraggeberin in Frankfurt am Main.

Der Verkauf erfolgt - so wie das Objekt steht und liegt - unter Vereinbarung des umfassenden Haftungsausschlusses gemäß Ziffer 5 und 6 der Versteigerungsbedingungen sowie ohne Räumungsverpflichtung des Veräußerers.
Zusammenfassung Zum Aufruf kommt ein freiliegendes Eckgrundstück mit keilförmigen Zuschnitt.

Grundstücksgröße ca. 248 m².

Ca. 150 m² Nutzfläche im Gewölbekeller.

Das Grundstück stellt im Bereich der nordwestlich verlaufenden Hauptstraße `Tanzberg` eine ebene, parkähnliche Grünfläche dar, die von ca. 2 bis 3 m hohen Koniferen und Ziergehölzen umsäumt wird. Der straßenseitige Zugang erfolgt über zwei ca. 2 m lange Steinstufen, die rechts und links von je einer Sandstein-Pflanzschale begrenzt werden.

Auf dem Areal stand ehemals ein Mahnmal.

An der nordöstlichen Grundstücksgrenze befindet sich eine terrassenartige Treppe, die zur unterhalb verlaufenden `Fritz-Asmus-Straße` führt. Hier endet auch eine südlich vom Tanzberg kommende Einbahnstraße. Durch die örtliche Geländestruktur liegt das Straßenniveau im südlichen bis südöstlichen Teil ca. 2,5 - 3,5 m tiefer. Die Grundstücksgrenzen sind mit starken Außenmauerwerk umgeben.

Der Eingang zum Gewölbekeller der ehemaligen Synagoge befindet sich an der südlichen Umfriedungsmaue, ca. 2 m vom Treppenaufgang entfernt. Der Schlußstein am Portal trägt die Jahreszahl 1592. Auf dem darüber liegenden und heute verwitterten Stein, befand sich das Wappen der Freiherren Marschalk von Ostheim. Zu dieser Zeit stand hier eine unterkellerte Scheune, die um 1789 zur Synagoge, unter Beibehaltung der Kellergewölbe, umgebaut wurde.

Im Eingangsbereich befinden sich Kreuzgratgewölbe mit nachträglich eingebauten Unterzugkonstruktionen aus Profilstahlträgern auf gemauerten Pfeilervorlagen. Frühere Lichtschächte und Fenster wurden geschlossen.

Der Keller weist stark aufsteigende Feuchtigkeit auf. Ablösender und ausbrechender Fugenverstrich sowie absandende und z. T. ausbrechende Steine sind vorhanden. Absenkender und gebrochener Fußboden. Die Profilstahlträger der Hilfskonstruktion sind stark korrodierend.

An der südlichen Böschungsmauer befindet sich eine Natursteintafel mit dem Relief der Synagoge, sowie einer Inschrift: `Hier stand die 1790 erbaute Synagoge der jüdischen Gemeinde Walldorfs, die 1938 geschändet und zerstört wurde`. Erst 1948 wurde sie als Ruine abgerissen und in den heutigen Zustand versetzt.

Der Ersteher ist verpflichtet, diese Gedenktafel zu erhalten und im Falle der Weiterveräußerung die vorstehende Verpflichtung mit dem Erhalt der Tafel auf weitere Käufer zu übertragen.
Kontakt kontakt@dga-ag.de
*zzgl. Auktionscourtage auf den Zuschlagspreis
** ab diesem Termin werden alle Objekte durch einen Auktionator online live aufgerufen und nacheinander zugeschlagen. Das Auktionsende ist abhängig vom Zuschlagszeitpunkt des Auktionators.
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